0 kmDas Haus steht im Dorf · 4 km von Cany-Barville, 6 vom Meervon L'Alcôve de Vittefleur
Umgebung · 01
Das Dorf, in dem das Haus steht, tief im Tal der Durdent
Sechshundertzweiundvierzig Einwohner, acht Quadratkilometer und ein Fluss, der mitten durch den Ort läuft. Am Ortseingang steht der Name zweimal: Vittefleur, dann Vit'Fleu — auf Normannisch. Der Ort zieht sich durch den Talgrund der Durdent, vier Kilometer von Cany-Barville und sechs vom Meer entfernt: weit genug abseits, um morgens nur das laufende Wasser und die Glocke von Saint-Martin zu hören, nah genug, um vor zehn Uhr auf den Kieseln zu stehen. Hier steht das Haus — und hier ist auch eine mögliche Etappe des GR21.
Auf Karten wird der See meist Cany-Barville zugeordnet. Die Post dagegen geht an 4 rue du Dessous des Bois, 76450 Vittefleur — die Adresse des Freizeitgeländes. Tatsächlich teilen sich drei Gemeinden das Gewässer: Vittefleur, Clasville und Cany-Barville. Und natürlich ist es nicht: eine ehemalige Schottergrube, ausgehoben für den Bau der Bahnstrecke Le Havre–Dieppe. Bewachtes Baden im Sommer, Wasserski-Seilbahn, Tretboote; den Rest des Jahres gehört die Runde um den See den Schwänen.
Auf 1630 datiert — auch Manoir des Guerrots genannt. Zwei seitliche Pavillons kamen später hinzu und rahmen den Hauptbau, halb Stein, halb Fachwerk. Was man von der Straße aus zuerst sieht, ist aber die Umfassung: ein Viereck heller Mauern, ein runder, ziegelgedeckter Eckturm und breite, heute teils verfüllte Gräben, über die noch eine kleine Steinbrücke führt. Es ist Privatbesitz: man betrachtet es vom Weg aus, nicht von innen.
988 übertrug Richard I. von der Normandie der Abtei Fécamp die Wiesen, Weinberge, Wälder, Kirchen und Mühlen von Vittefleur — die erste schriftliche Erwähnung des Dorfes. Die Kirche hatte lange zwei Schiffe, dazwischen der Glockenturm; Ende des 17. Jahrhunderts kam eine Kapelle hinzu. Sie liegt am Platz, gegenüber dem Rathaus im Schachbrettmuster aus Ziegel und Feuerstein, und der Friedhof reicht bis an den Fuß des Turms.
Praktisch
Anfahrt — was man wissen sollte
Das Dorf durchquert man zu Fuß in zwanzig Minuten, vom Rathausplatz bis zur Brücke über die Durdent. Am schönsten ist der frühe Morgen, wenn der Nebel noch im Talgrund hängt — und wer den Tag vor sich hat, wandert das Tal hinunter bis zum Meer, eine Stunde und eine Viertelstunde am Fluss entlang.
Ab Paris
≈ 2 Std 15 über die A13, dann A29, Ausfahrt Yvetot
Ab Rouen oder Le Havre
≈ 1 Std Fahrt, in beiden Fällen
Mit der Bahn
Bahnhof Yvetot (Linie Paris Saint-Lazare, ≈ 1 Std 35), dann 20 Minuten mit dem Auto
Mit dem Rad
Der Radweg Véloroute du Lin führt durch Cany-Barville, 4 km entfernt